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Betontechnische Daten

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ZTV Beton-StB 07, TL Beton-StB 07, TP Beton-StB 10 -
Regelwerke für den Betonstraßenbau
 





Für den Betonstraßenbau gilt ein dreiteiliges Regelwerk:

ZTV Beton-StB 07 für den Bau von Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln und Fahrbahndecken aus Beton

TL Beton-StB 07 für die Lieferung der Baustoffe und Baustoffgemische für Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln und Fahrbahndecken aus Beton

TP Beton-StB 10 für die Prüfung der Baustoffe und Baustoffgemische für Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln und Fahrbahndecken aus Beton




Die ZTV Beton-StB 07 regeln den Bau von Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln und von Fahrbahndecken aus Beton. Die Vorschriften enthalten u. a. Anforderungen an das Herstellen der Betondecke und der Fugenkerben, an Schutzmaßnahmen und Nachbehandlung, an Eigenschaften der Betondecke sowie an Art und Umfang der Überwachungs- und Kontrollprüfungen. Besondere Regelungen gelten für Decken aus Beton mit Fließmittel.

Die TL Beton-StB 07 "Technische Lieferbedingungen für Baustoffe und Baustoffgemische für Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln und Fahrbahndecken aus Beton" gelten für die Herstellung von Oberbauschichten im Straßen- und Wegebau sowie für andere Verkehrsflächen. Die TL Beton-StB enthalten u. a. Anforderungen an den Beton, seine Ausgangsstoffe und an Nachbehandlungsmittel.

Die TP Beton-StB 10 enthalten die Prüfvorschriften für Baustoffe und Baustoffgemische.

Soweit die genannten Vorschriften keine anderslautenden Regelungen enthalten, gelten DIN EN 206-1/DIN 1045-2. Wichtige Anforderungen der TL Beton-StB und ZTV Beton-StB an den Beton, seine Ausgangsstoffe und an die Deckenherstellung sind im Folgenden aufgeführt:



Expositionsklassen

Die Anforderungen an den Beton hinsichtlich Expositionsklasse sind von der Bauklasse der Straße abhängig:

Zuordnung von Fahrbahndeckenbeton zu den Expositionsklassen

BauklasseBetonExpositionsklasseFeuchtigkeitsklasse
SV, I, II, III OberbetonXF4, XM21)WS
UnterbetonXF4WS
IV, V, VI OberbetonXF4, XM11)WA
UnterbetonXF4WA




1) Bei Waschbeton entfällt die Obergrenze des Zementgehaltes nach DIN 1045-2.











Anforderungen an die Ausgangsstoffe

Anforderungen an Zemente für Fahrbahndeckenbeton

Zementart nach

DIN EN 197-1 oder

DIN 1164-10
Allgemeine Anforderungen Zusätzliche Anforderungen
CEM I 32,5 RNa2O-Äquivalent:

   siehe folgende Tabelle

Erstarrungsbeginn

   bei 20°C ≥ 2 h2)

Bei zweischichtigem Deck-

   beton Ober- und Unter-

   beton mit gleicher Zement-

   art und Festigkeitsklasse

Zementtemperatur bei der

   Verarbeitung ≤ 80 °C
Wasseranspruch

   ≤ 28,0 M.-%

2-Tage-Druckfestigkeit

   ≤ 29,0 N/mm2

spez. Oberfläche

   ≤ 3500 cm2/g
CEM I 42,5 N keine
CEM II/A-S1)

CEM II/B-S1)

CEM II/A-T1)

CEM II/B-T1)

CEM II/A-LL1)

CEM III/A (≥ 42,5 N)1)
Für die Verwendung

   Zustimmung des Auftrag-

   gebers erforderlich
Frühhochfester Straßenbeton

mit FM: CEM I

mindestens 42,5 R
 




1) Festigkeitsklassen 32,5 oder 42,5.

2) Gilt nicht für Zemente für frühhochfesten Straßenbeton.









Anforderungen an den Alkaligehalt von Zementen für den Bau von Fahrbahndecken

ZementHüttensandgehalt [M.-%]Na2O-Äquivalent [M.-%]Na2O-Äquivalent des Zementes ohne Hüttensand bzw. Ölschiefer [M.-%]
CEM I

CEM II/A-S,

CEM II/A-T

CEM II/A-LL
-≤ 0,80-
CEM II/B-T--≤ 0,90
CEM II/B-S21 bis 29-≤ 0,90
30 bis 35-≤ 1,00
CEM III/A36 bis 50-≤ 1,05








Anforderungen an Gesteinskörnungen für Fahrbahndeckenbeton

VorschriftBetonZusätzliche Anforderungen
TL Beton-StB

bzw.

TL-Gestein-

StB
Oberbeton

bzw.

einschichtige

Betonfahr-

bahndecke
hoher Frost-Tausalz-Widerstand: Masseverlust ≤ 8 M.-%2)3)4)

organische Verunreinigungen:

   – feine Gesteinskörnung: ≤ 0,25 M.-%

   – grobe Gesteinskörnung: ≤ 0,05 M.-%

Kornform:

   – Gesteinskörnungen > 8 mm: ≥ 50 M.-% gebrochenes

      Material der Kategorie C90/15)

   – Gesamtkorngemisch: ≥ 35 M.-% gebrochenes Material der

      Kategorie C90/15)

   – Korngemisch D ≤ 8 mm: Korngruppe d ≥ 2 mm der

      Kategorie C100/1 oder C90/1 und FI15 oder SI15

   – Kornform der groben Gesteinskörnungen: FI20 oder

      SI206)

Polierwiderstand:7)

   – Bauklassen IV bis VI : PSVangegeben(42)

   – Bauklassen SV, I bis III und Oberbeton (D > 8):

      PSVangegeben(48)

   – Bauklassen SV, I bis III und Oberbeton (0/8):

      PSVangegeben(48), PSVangegeben(53) (Waschbeton)

Es gelten die Regelungen der Alkali-Richtlinie des DAfStb.

Verwendung von Gesteinskörnungen der Alkaliempfindlichkeits-

   klasse E III-S nur nach Gutachten8)
Unterbeton1)hoher Frost-Widerstand: F2

leichtgewichtige organische Verunreinigungen: siehe Oberbeton

Es gelten die Regelungen der Alkali-Richtlinie des DAfStb.

Verwendung von Gesteinskörnungen der Alkaliempfindlichkeits-

   klasse E III-S nur nach Gutachten8)




1) Gilt bei zweischichtiger Herstellung der Fahrbahndecke.
2) Prüfverfahren: Natriumchlorid-Verfahren nach DIN EN 1367-1, Anhang B.
3) Bei Frosteinwirkungszone III nach RStO 2001 gilt: Masseverlust ≤ 5 M.-%.
4) Grobe Gesteinskörnungen mit einem Masseverlust > 8 M.-% dürfen nur eingesetzt werden, wenn die Prüfung am Beton nach DIN1045-2, Tabelle U.2 einen Masseverlust ≤ 500 g/m2 ergibt.
5) Gilt nur für Bauklassen SV, I bis III.
6) Bei zweischichtiger Herstellung mit einem Oberbeton (0/8): FI15 oder SI15 für Kornanteil > 2 mm und ≤ 8 mm.
7) Polierwiderstand nach TL Gestein-StB 04.
8) Zugelassene Gutachter: MPA Eckernförde, MPA Magdeburg, Uni Weimar oder VDZ.








Anforderungen an Zugabewasser, Betonzusatzstoffe und -zusatzmittel für Fahrbahndeckenbeton

AusgangsstoffZusätzliche Anforderungen
Betonzusatzstoffekeine Anrechnung auf den Zementgehalt und den w/z-Wert
BetonzusatzmittelWirksamkeitsprüfung erforderlich bei LP + FM sowie LP + BV:

   – Abstandsfaktor L ≤ 0,2 mm

   – Mikro-Luftporengehalt A300: ≥ 1,5 Vol.-%
andere Zusatzmittel als LP dürfen nur nach Vereinbarung und Eignungs-

   prüfung verwendet werden

innerhalb eines Betons je Wirkungsgruppe nur ein Zusatzmittel

innerhalb eines Betons je Wirkungsgruppe nur Zusatzmittel eines

   Herstellers
ZugabewasserRestwasser darf nicht zugegeben werden








Anforderungen an die Betonzusammensetzung

Anforderungen an die Zusammensetzung von Fahrbahndeckenbeton

AusgangsstoffAnforderung
ZementgehaltFestlegung nach Erstprüfung

Bauklasse SV, I bis III: ≥ 340 kg/m3

≥ 420 kg/m3 bei Waschbeton (Entfernung des Oberflächenmörtels)
w/z-WertBauklassen SV, I bis III: ≤ 0,45

Bauklassen IV bis VI: ≤ 0,50
Feinkörnige

Bestandteile

≤ 0,25 mm
allgemein: ≤ 450 kg/m3

bei Dmax 8 mm: ≤ 500 kg/m3

für Beton mit Fließmittel: ≤ 500 kg/m3 1)

bei Waschbeton: > 500 kg/m3 zulässig
Gesteinskörnungmindestens erforderliche Korngruppen:

   – Bauklassen SV, I bis III:

      – Dmax > 8 mm: 0/2, 2/8, > 8 oder 0/4, 4/8, > 8

      – Dmax = 8 mm: 0/2, 0/4, ≤ 8

   – Bauklassen IV bis VI: 0/4, > 4

Anteil feiner Gesteinskörnungen mit Dmax ≤ 2 mm:2)

   – Siebdurchgang durch 1 mm Sieb: ≤ 27 M.-%

   – Siebdurchgang durch 2 mm Sieb: ≤ 30 M.-%3)
BetonzusatzmittelFrühhochfester Beton mit Fließmitttel:

   – keine Erhärtungsverzögerung durch das Fließmittel

   – Bauklassen IV bis VI ist BV anstelle von FM zulässig




1)  Bei frühhochfestem Beton mit Fließmittel, sofern erhöhter Zementgehalt erforderlich ist.
2) Gilt nur in den Bauklassen SV, I bis III bei einschichtiger und bei zweischichtiger Bauweise für den Oberbeton.
3) Bei Beton mit Dmax 8 mm: ≤ 35 M.-%








Anforderungen an den Frisch- und Festbeton

Luftgehalt des Frischbetons

Beton mit Größtkorn Mindestluftgehalt des Frischbetons [Vol.-%]1)
im TagesmittelEinzelwerte
ohne BV oder FM
8 mm 5,55,0
16 mm 4,54,0
32 bzw. 22 mm 4,03,5
mit BV oder FM1)2)
8 mm 6,56,0
16 mm 5,55,0
32 bzw. 22 mm 5,04,5




1) Werden bei der Erstprüfung die Luftporenkennwerte bestimmt und ein Abstandsfaktor ≤ 0,20 mm sowie ein Mikroluftporengehalt A300 ≥ 1,8 Vol,-% erzielt, ist ein Mindestluftgehalt wie für Beton ohne BV oder FM ausreichend.
2) Bei Konsistenzklasse F6 sind die Luftporenkennwerte immer nachzuweisen.








Anforderungen an die Festigkeiten von Fahrbahndeckenbeton

BauklasseDruckfestigkeitkeitsklasseBiegezugfestigkeitsklasse
SV, I bis IIIC30/37F 4,5
IV bis VIF 3,5








Schutz und Nachbehandlung

Der Beton ist beim Einbau und in den ersten 2 Stunden nach Fertigstellung vor Niederschlägen zu schützen.

Bei Lufttemperaturen > 25 °C ist die Decke unmittelbar nach dem Schneiden der Kerben mindestens dreimal im Abstand von zwei bis drei Stunden flächendeckend anzunässen.

Nassnachbehandlungsdauer ≥ 3 Tage

Bei Verwendung von Nachbehandlungsmitteln ist zu beachten:

Sperrkoeffizient S entsprechend den TL NBM-StB erforderlich

Bei starker Sonneneinstrahlung und sommerlichen Temperaturen ist ein Nachbehandlungsmittel mit erhöhtem Hellbezugswert nach TL NBM-StB zweckmäßig.

Bei Lufttemperaturen > 30 °C, starker Sonneneinstrahlung, starkem Wind oder relativer Luftfeuchte < 50 % ist zusätzlich nach Abtrocknen des Nachbehandlungsmittels nass nachzubehandeln.















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