
| Massige Bauteile aus Beton sind Bauteile, deren kleinste Abmessung ≥ 0,80 m beträgt. Bei massigen Bauteilen ist aufgrund der Abmessungen besonders auf die Temperaturänderungen infolge Hydratationswärme zu achten, die zur frühen Rissbildung und damit zu einer Beeinträchtigung der Dauerhaftigkeit führen können. Regelwerk Die grundlegenden Anforderungen an die Herstellung von Beton für massige Bauteile regelt DIN EN 206-1/DIN 1045-2. Zusätzlich darf die DAfStb-Richtlinie "Massige Bauteile aus Beton" angewendet werden. Zusammensetzung Bei der Zusammensetzung von Beton für massige Bauteile sind folgende betontechnische Maßnahmen zu beachten:
Für die Grenzwerte der Betonzusammensetzung sind nach DAfStb-Richtlinie abweichend von DIN EN 206-1/DIN 1045-2 zusätzliche Regelungen zu beachten. Temperaturentwicklung Bei massigen Bauteilen entsteht im Verlauf der Hydratation zwischen Bauteilkern und -oberfläche ein Temperaturgefälle, das sich mit fortschreitender Zeit ausgleicht. Die entstehenden Temperaturen sind u. a. abhängig von:
Die Wärmeentwicklung im Kern von Betonbauteilen kann, wie hier erläutert, abgeschätzt werden. Ein Beispiel für den Verlauf des Temperaturanstieges in Beton infolge Hydratationswärmeentwicklung von CEM III/A 32,5 N zeigt die folgende Abbildung. Verlauf des Temperaturanstiegs infolge Hydratationswärmeentwicklung im Kern von Betonbauteilen unterschiedlicher Dicke ( adiabatisch, teiladiabatisch)![]() Herstellung Bei der Herstellung von massigen Bauteilen aus Beton ist vor allem die Temperaturentwicklung zu beachten. Die Maximaltemperatur sollte möglichst niedrig gehalten werden. Zur Vermeidung von Temperaturrissen wird eine Temperaturdifferenz zwischen Bauteiloberfläche und -kern von < 15 K empfohlen. Maßnahmen für die Herstellung massiger Bauteile:
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