

| Beim Umgang mit flüssigen oder pastösen wassergefährdenden Stoffen müssen Betonbauten ohne Oberflächenabdichtung ausreichend dicht sein. Die DAfStb-Richtlinie "Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" regelt für Betonbauten nach DIN EN 206-1/DIN 1045 die baulichen Voraussetzungen, damit gemäß § 19g WHG eine Verunreinigung der Gewässer nicht zu besorgen ist. Nach dieser Richtlinie müssen Betonbauten gegenüber möglichen Einwirkungen für bestimmte Zeiträume dicht sein. Ein Betonbauteil gilt als dicht, wenn die Flüssigkeit während der Beaufschlagungsdauer unter Berücksichtigung eines Sicherheitsabstandes nicht durchdringt. Die Richtlinie unterscheidet flüssigkeitsdichten Beton (FD-Beton) und flüssigkeitsdichten Beton nach Eindringprüfung (FDE-Beton). Bemessungsgrundlage Bemessungsgrundlage für die Dichtheit einer Konstruktion für nicht betonangreifende Flüssigkeiten ist die charakteristische Eindringtiefe etk (ungerissener Beton) bzw. ewtk (gerissener Beton):
etm bzw. ewtm - mittlere Eindringtiefe in jeweils drei Probekörpern Im Allgemeinen liegt der Bemessung eine charakteristische Eindringtiefe über 72 h zugrunde (= etk72). Zur Sicherstellung der Dichtheit ist nachzuweisen, dass h ≥ ye · etk bei ungerissenen Bauteilen x ≥ ye · etk bei biegebeanspruchten Bauteilen wcal ≤ wcrit/yr oder h ≥ ye · ewtk bei Rissbreitennachweismit
Zusammensetzung des Betons FD- und FDE-Betone müssen die Anforderungen an Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 erfüllen. In den beiden folgenden Tabellen sind die zusätzlich geltenden Anforderungen genannt. Beton, der nicht alle Anforderungen an FD-Beton erfüllt, darf für Barrieren nach der DAfStB-Richtlinie verwendet werden, wenn er als FDE-Beton projektiert wird. Für FDE-Beton muss nachgewiesen werden, dass die Eindringtiefe e72m nach 72 Stunden mit den Referenzflüssigkeiten n-Hexan und Di-Chlormethan nicht größer ist als bei FD-Beton. Wenn größere Dichtigkeit gegen eine bestimmte Flüssigkeit erzielt werden soll, ist die Eindringprüfung mit dieser Flüssigkeit durchzuführen. Soll ein FDE-Beton allgemein dichter sein als ein FD-Beton, ist die Eindringtiefe mit den Referenzflüssigkeiten nachzuweisen. Anforderungen an die Ausgangstoffe für FD- und FDE-Beton
Anforderungen an die Betonzusammensetzung und Betoneigenschaften für FD- und FDE-Beton
Ausführung
Prüfung der Eindringtiefe Die Prüfung von FDE-Beton erfolgt in der Regel an einem in der Mantelfläche abgedichteten Bohrkern. Die Eindringtiefe wird am gespaltenen Prüfkörper ermittelt. Für Betone mit Stahlfasern ist die Medienbeständigkeit im gerissenen Zustand nach Anhang A, Abschnitt A.7 an Balken zu prüfen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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