Allgemeines
Beton ist in den oberflächennahen Bereichen solange gegen schädigende Einflüsse, z. B. Austrocknen und starkes Abkühlen, zu schützen, bis eine ausreichende Festigkeit erreicht ist.
Nachbehandlungsverfahren
Geeignete Verfahren für das Feuchthalten des Betons sind (auch in Kombination):
 | Belassen in der Schalung
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 | Abdecken mit Folien, die an Kanten und Stößen gesichert sind
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 | Auflegen von Wasser speichernden Abdeckungen, die feucht gehalten werden
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 | Aufrechterhalten eines sichtbaren Wasserfilms auf der Betonoberfläche (Besprühen, Fluten)
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 | Aufsprühen von Nachbehandlungsmitteln mit nachgewiesener Eignung (unzulässig in Arbeitsfugen und bei später zu beschichtenden Oberflächen; Ausnahme: Eignungsnachweis oder Entfernung von der Betonoberfläche) |
Nachbehandlungsdauer
Ohne genaueren Nachweis der Festigkeit richtet sich die Dauer der Nachbehandlung nach der Expositionsklasse, der Oberflächentemperatur und der Festigkeitsentwicklung des Betons.
Nachbehandlungsdauer
| Expositionsklasse | erforderliche Festigkeit im oberflächennahen Bereich | Mindestdauer der Nachbehandlung |
| X0, XC1 | - | 0,5 Tage1)2) |
| alle außer X0, XC1, XM | 0,5 · fck | Mindestdauer gem. folgender Tabelle |
| XM | 0,7 · fck | Mindestdauer gem. folgender Tabelle verdoppeln |
| 1) | NB-Zeit bei Verarbeitbarkeitszeit > 5 Std. angemessen verlängern.
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| 2) | NB-Zeit bei Temperaturen < 5 °C um die Zeitdauer verlängern, während der die Temperaturen < 5 °C lagen. |
Mindestdauer der Nachbehandlung von Beton in Tagen1) (alle Expositionsklassen außer X0, XC1 und XM)
| Oberflächentemperatur T [°C]2) | Nachbehandlungsdauer3)4) [d] |
| r ≥ 0,50 | r ≥ 0,30 | r ≥ 0,15 | r < 0,15 |
| T ≥ 25 | 1 | 2 | 2 | 3 |
| 25 > T ≥ 15 | 1 | 2 | 4 | 5 |
| 15 > T ≥ 10 | 2 | 4 | 7 | 10 |
| 10 > T ≥ 55) | 3 | 6 | 10 | 15 |
| 1) | NB-Zeit bei Verarbeitbarkeitszeit > 5 Std. angemessen verlängern.
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| 2) | Anstelle der Oberflächentemperatur des Betons darf die Lufttemperatur angesetzt werden.
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| 3) | r = fcm,2 / fcm,28, ermittelt bei der Erstprüfung oder auf Grundlage der Ergebnisse einer bekannten Beton-zusammensetzung. Wird in Sonderfällen zum Zeitpunkt t > 28 d die Druckfestigkeit bestimmt, gilt: r = fcm,2 / fcm,(t > 28 d); alternativ kann eine Festigkeitsentwicklungskurve bei 20 °C angegeben werden.
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| 4) | Zwischenwerte dürfen ermittelt werden.
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| 5) | NB-Zeit bei Temperaturen < 5 °C um die Zeitdauer verlängern, während der die Temperaturen < 5 °C lagen. |
Für die Expositionsklassen XC2, XC3, XC4 und XF1 können anstelle der Werte der vorhergehenden Tabelle die erforderlichen Nachbehandlungsdauern nach der folgenden Tabelle gewählt werden. Bei Stahlschalung oder bei ungeschalten Oberflächen darf diese Tabelle nur angewendet werden, wenn ein übermäßiges Auskühlen des Betons im Anfangsstadium der Erhärtung durch entsprechende Schutzmaßnahmen ausgeschlossen wird.
Mindestdauer der Nachbehandlung von Beton in Tagen1) bei den Expositionsklassen XC2, XC3, XC4 und XF1
| Frischbetontemperatur T [°C] | Nachbehandlungsdauer2)3) [d] |
| r ≥ 0,50 | r ≥ 0,30 | r ≥ 0,15 |
| T ≥ 15 | 1 | 2 | 4 |
| 15 > T ≥ 10 | 2 | 4 | 7 |
| 10 > T ≥ 5 | 4 | 8 | 14 |
| 1) | NB-Zeit bei Verarbeitbarkeitszeit > 5 Std. angemessen verlängern.
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| 2) | r = fcm,2 / fcm,28, ermittelt bei der Erstprüfung oder auf Grundlage der Ergebnisse einer bekannten Beton-zusammensetzung. Wird in Sonderfällen zum Zeitpunkt t > 28 d die Druckfestigkeit bestimmt, gilt: r = fcm,2 / fcm,(t > 28 d); alternativ kann eine Festigkeitsentwicklungskurve bei 20 °C angegeben werden.
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| 3) | Zwischenwerte dürfen ermittelt werden.
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